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Wangen im Allgäu Wangen im Allgäu hat sich den Flair der alten Reichsstadt noch etwas erhalten, weil die Stadt rechtzeitig unter Ensembleschutz gestellt wurde, bevor die moderne Zeit allzu großen Einfluss auf den Stadtkern nehmen konnte. Heute ist man froh, rechtzeitig reagiert zu haben. In Wangen bleibt man hangen gilt zumindest für einen ausführlichen Rundgang. Vom Martinstor zum Frauentor bewegt man sich durch das Geschichtsbuch der Stadt. Die Fresken an den Toren und Häusern informieren zur wechselvollen Geschichte dieser Stadt.
Parken beim Milchpilz (P1)

 Infos/Links: 

Wikipedia-Link Wangen/Allgäu
Wangen.de Website der Stadt
Wangener Museen in der Eselsmühle
Oberschwaben-Tourismus zu Wangen/Allgäu
GPS-Track GPS-Track Stadtrundgang (2,4km)
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 In Wangen bleibt man hangen. 
Wer durch die Oberstadt mit Rathaus und den beiden noch vorhandenen Stadttoren bummelt kann vieles zur Stadtgeschichte an den Wänden der Tore und Häuser ablesen. Am Martinstor (Lindauer Tor) sind die mehrfach geänderten Herrschafts-Verhältnisse der Stadt dargestellt. Im Rathaus kann man die Stadtansicht von Johann Andreas Rauch oder seine Landtafel aus dem Jahre 1617 (Landkarte des damaligen Umlands) betrachten. In der Herrenstraße wird man über die erfolgreiche Abwehr des Überfalls des Hans Truchseß von Waldburg im Jahre 1389 durch die Wangener Bürger informiert und an anderer Stelle über berühmt gewordene Wangener wie die Maler Johann Andreas Rauch, Friedrich Spiegler und Anton von Gegenbauer. In der Schmiedstraße ist der Durchzug der Kaiserin Marie Luise am 4. Juli 1814 durch die Stadt abgebildet. Man spürt in Wangen deutlich das Flair der einstigen freien Reichsstadt mit weitreichenden Handels-Beziehungen. Begehrt waren z.B. die Wangener Sägessen (Sensen). Es gab in der Unterstadt viele Gerbereien, z.B. in der Langen Gasse. An der Rückseite des Hauses Hensler in der Nähe der Stadtmühle sieht man noch heute die Galerien zum Trocknen der Felle. Zwei alte Stadttore stehen nicht mehr, das Leutkircher Tor und das Isnyer Tor und auch die alte Stadtmühle wäre fast dem Durchgangsverkehr geopfert worden. Im Rahmen der "Umbesinnung" wurde die Stadt unter Ensembleschutz gestellt um das alte Stadtbild besser erhalten zu können.

  Die Vielzahl der Wangener Brunnen 
fügt sich ansprechend in das Stadtbild ein und verführt zum Verweilen. Der neben dem Rathaus mit den verdruckten Allgäuern spritzt den Besucher an (!)
Mittwochs ist seit dem Mittelalter traditionell Markttag. In der Altstadt- Kulisse ist dies mehr als nur ein vegetarisches Erlebnis.
 Die Städtischen Museen  in der Eselsmühle sind einen Besuch wert, ganz besonders die mittelalterlichen Badstuben. Handwerker bekamen im Mittelalter kein Trinkgeld sondern ein Badgeld, um diese städtische Einrichtungen aufsuchen zu können.  Traditionelle Ereignisse  sind die Jahrmärkte Martini-Markt (St. Martin ist der Namenspatron der kath. Stadtpfarrkirche) und Matthäus-Markt. Wangen ist eine der Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht (Fasnet) mit großem Umzug am Rosenmontag unter Beteiligung vieler Narrenzünfte des süddeutschen Raumes und aus Österreich und der Schweiz.
 Wangen war einst Kreisstadt  (Kfz-Kennzeichen WG) und ist heute große Kreisstadt im Landkreis Ravensburg (RV).
Ein Denkmal aus den 50er-Jahren ist der Milchpilz am Festplatz, den es in ähnlicher Form in Lindau und in Bregenz gibt und der ein Teil der Erfolgs-Geschichte der Firma Waldner ist, die als Flaschnerei in der Wangener Unterstadt begann. Große Betriebe haben aufgehört (Zellstoff-Fabrik Waldhof, Baumwollspinnerei, Ausrüstungs-Anstalt, Adler-Käsewerk, GEG-Käserei ...) und Platz geschaffen für neue Industrie- und Wohngebiete, so z.B. das neu entstandene Adler-Areal. Im Jahre 2024 findet auf dem Gelände der einstigen Baumwoll-Spinnerei die Landesgartenschau statt, doch bis dahin fließt noch etwas Wasser die Argen hinunter.
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 Bildergalerie:   zu Wangen im Allgäu